Darauf sollten Sie beim kaufen, einbauen und einrichten achten

Im Folgenden finden Sie einige wichtige Tipps die Sie beachten sollten um schon beim Kauf alles richtig zu machen und das beste aus Ihrer neuen SSD herraus zu holen.

Tipp: Online kaufen

Haben Sie die Entscheidung zum Kauf bereits getroffen, stellt sich noch die Frage, von wo Sie die SSD-Festplatte am besten beziehen sollten. Natürlich kommt hier der Elektronik-Handel in Betracht, bei dem Sie auch eine Beratung erhalten. Mithilfe der hier zur Verfügung gestellten Tests und Informationen (unseren SSD Test finden Sie hier) sind Sie allerdings nicht zwangsläufig auf eine weitere Beratung angewiesen. Aus diesem Grund kann der Kauf im Internet sinnvoll sein: Hier lassen sich die Preise vergleichen, bei Shops wie Amazon helfen auch Rezensionen anderer Kunden weiter.

Ein häufiges Argument für den Filialkauf greift hier ebenfalls nicht: Die meisten Hersteller garantieren eine Funktion über drei oder gar fünf Jahre – weitaus mehr, als die gesetzliche Gewährleistung vorsieht. Das bedeutet, dass im Falle eines Defekts ohnehin der Hersteller kontaktiert werden muss, unabhängig von der Frage, wo die sie konkret gekauft wurde.

Tipp: Upgraden des Laptops

Besonders für den Einsatz in Laptops ist eine SSD-Festplatte interessant. Profitiert man doch von besserer Performance, Lautlosigkeit, geringerem Gewicht, besserer Haltbarkeit und niedrigerem Stromverbrauch.

Das Thema Energieverbrauch ist für Laptops sehr interessant. Hier konnte die SanDisk Extreme Pro mit einem Energieverbrauch von 3,9 Watt während der Nutzung und nur 0,6 Watt im Leerlauf besonders überzeugen. Die geringe Bauhöhe von 7 Millimetern ermöglicht auch den Einbau bei schwierigen Platzverhältnissen.

Als mehrfacher Testsieger für den Einsatz in Laptops, hat sich die EVO-Serie von Samsung empfohlen: Die Festplatten überzeugen durch hohe Performance und Zuverlässigkeit und das vergleichsweise gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Wichtig ist bei der Auswahl, dass Messwerte aus unserem SSD Test z.B. aussagekräftiger sind, als Herstellerangeben, die hinsichtlich der Geschwindigkeit nicht immer erreicht werden.

Tipp: Richtig angeschlossen

Bei einem Laptop stellt sich diese Frage nicht; ein Mainboard von einem Desktop-Rechner verfügt zumeist über zwei S-ATA Controller. Dabei entspricht einer dem S-ATA II, der andere dem S-ATA III-Standard (Alles über die Unterschiede zwischen den S-ATA Klassifizierungen). In jedem Fall sollte Letzterer genutzt werden, selbst wenn die SSD-Festplatte nur S-ATA II-Spezifikationen erfüllt. Optisch lässt sich nicht erkennen, welches Kabel verwendet werden muss – hier sollte die Dokumentation des Mainboards bemüht werden.

Tipp: Betriebssystem: Je neuer, desto besser

Viele User nutzen auch heute Betriebssystem-Veteranen wie Windows XP oder Vista. Unabhängig von Sicherheitsbedenken sollte davon aber beim Betrieb einer SSD-Festplatte abgesehen werden. Gravierend ist aus Sicht des schnellen Speichers die Tatsache, dass der TRIM-Befehl erst ab Windows 7 unterstützt wird. Ohne diese Funktionalität kann die SSD-Festplatte schon bald nicht mehr beschrieben werden. Hinsichtlich der Einstellungen von Windows lohnt es sich, einen Blick auf die aktiven Dienste zu werfen:

Einige Dienste, die nicht benötigt werden kosten nicht nur Rechenleistung und Arbeitsspeicher, sie lassen Windows auch permanent Daten auf die Festplatte schreiben. Dadurch steigt der Energieverbrauch und die Lebensdauer des Speichers reduziert sich. Dienste, die nicht benötigt werden, sollten auch nicht aktiv sein.

Sofern Windows 7 genutzt wird, sollte die Defragmentierung abgeschaltet werden. Für HDDs bringt das Aufräumen der Festplatte durchaus Vorteile, bei einer SSD ist das nicht der Fall. Windows 8, 8.1 und 10 wiederum führen standardmäßig den TRIM-Befehl aus, weshalb der Nutzer nicht aktiv werden muss. Die Speicherbelegung wird vom Controller übernommen.

Tipp: Richtige Konfiguration erhöht Lebensdauer

Eine Einstellung, die bei der Windows-Nutzung ebenso sinnvoll ist, ist die Deaktivierung von Prefetch und Superfetch. Damit werden Festplatten häufiger beschrieben, um die Performance von Windows zu verbessern. Dabei werden Speicherinhalte vorgeladen, bevor ein tatsächlicher Bedarf entsteht. Bei einer HDD Festplatte ist das sinnvoll, bei einer SSD-Festplatte hingegen nicht. Zudem sorgt auch hier das häufigere Beschreiben des Speichers für eine verminderte Lebensdauer.

Deaktiviert werden die Features in der Registrierungsdatei. Dabei öffnen Sie den Registry Editor über eine Eingabe „Registry Editor“ in die Suchleiste. Der Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryManagement\PrefetchParameters muss ausgewählt werden, „EnablePrefetcher“ und EnableSuperprefetcher“wird mit einem Doppelklick ausgewählt. Die DWORD-Werte müssen jeweils auf 0 gesetzt werden.

Auch der Windows Suchdienst bzw. Cortana sollte deaktiviert werden. Der Eintrag „Windows Search“ in den Diensten (Eingabe im Suchfenster) wird dazu ausgewählt und deaktiviert. Auf diese Weise werden die Schreibvorgänge weiter reduziert, ohne dass gänzlich auf die Suche verzichtet werden muss- sie dauert nur etwas länger.

Tipp: Systemwiederherstellung deaktivieren

Aus demselben Grund kann auch die Systemwiederherstellung abgeschaltet werden. Am einfachsten wird dieser Punkt erreicht, wenn die Tastenkombination „Windows“ und „Pause“ gedrückt wird. Dann muss nur noch der Eintrag „Computerschutz“ ausgewählt werden, damit sich die Systemwiederherstellung deaktivieren lässt. Natürlich ist die Systemwiederherstellung allerdings keinesfalls überflüssig – eine Deaktivierung ist nur dann anzuraten, wenn die Lebensdauer wirklich im Vordergrund steht.

Tipp: Software-Tools der Hersteller nutzen

Wie es um den Zustand der Festplatte bestellt ist, können Sie mithilfe von Hersteller-Tools bestimmen: Anbieter wie Intel, OCZ, Plextor oder Samsung stellen Software bereit, die den Zustand der Festplatte auslesen können. Außerdem lässt sich ein sogenannter „Secure Erease“ durchführen, der die Festplatte von alten Daten sicher befreit. Sollte der Speicher einmal veräußert werden, ist das unbedingt ratsam. Zudem kann der Festspeicher durch Firmware-Updates auf diese Weise auf dem neusten Stand gehalten werden.