Die besten SSD-Festplatten im Test

Die SSD-Festplatte findet immer größere Verbreitung auf dem Markt der PCs und Notebooks. Nachdem wir 2016 und 2017 mehr als 10 der besten SSDs getestet haben, stellen wir fest, das ist nicht verwunderlich, denn sie bieten viele wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen HDD´s.

Auf SSDFestplatte.eu widmen wir uns voll und ganz dieser Art von Festplatten. Wir testen und vergleichen die aktuellen Modelle am Markt und geben Ihnen mit unser umfangreichen Kaufberatung Hilfestellung bei der Auswahl – so wird die Auswahl der besten SSD-Festplatte für Ihren Bedarf zum Kinderspiel.

Die besten SSDs aus unserem Test – Stand Juni 2017

Nach vielen Stunden Recherchearbeit und vielen Praxistests steht für uns ein klarer Testsieger fest, der für die allermeisten Nutzer die richtige Wahl ist. Natürlich stellen wir Ihnen auch noch zwei sehr gute Alternativen vor.

1. Platz: Die SAMSUNG EVO 850

Wir empfehlen uneingeschränkt die SAMSUNG EVO 850 Serie. Samsung ist aktuell der Marktführer, wenn es um SSDs geht und das nicht nur wenn es um die Verkaufszahlen geht. Das Unternehmen hat sich einen technischen Vorsprung aufgebaut, der die EVO-Serie nicht nur schneller als den Großteil der Konkurrenz macht, sondern auch noch sicherer und verlässlicher.

Alle Modelle dieser Serie sind mit 5 Jahren Garantie ausgestattet und mit jedem Computer oder Mac kompatibel, welcher über eine SATA-Schnittstelle verfügt.

Für die meisten Nutzer sollte die Samsung EVO 850 vollkommen ausreichend sein. Sie bietet sehr gute Performancedaten und ist darüber hinaus langlebig und mit einer Garantie von 5 Jahren ausgestattet.

Übrigens sind nicht nur wir von der EVO 850 Serie begeistert sondern auch pcgameshardware.de, PCWelt, Computerbild und viele mehr, die die EVO 850 in ihren SSD Tests ebenfalls zum Testsieger küren.

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Für Gaming und Profis: Die SAMSUNG EVO 850 PRO

Für alle, die etwas mehr wollen, wie eine maximale Performance bei Spielen und anspruchsvollen Anwendungen sowie eine noch längere Garantie (10 Jahre), sollten zur Samsung EVO 850 PRO greifen. Sie ist zwar etwas teurer als die „normale“ Variante, der Aufpreis sollte sich aber für anspruchsvolle Anwender schnell bezahlt machen.

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Die günstige Alternative: Die Sandisk SSD Plus

Die Fesplatte von Sandisk bietet zwar nicht die selben überragenden Perfomancedaten wie die Konkurenz von Samsung, ist aber sehr günstig und wesentlich schneller als eine HDD. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit sollte für den alltäglichen privaten Gebrauch in den meisten PCs und Laptops vollkommen ausreichend sein. Sandisk gibt außerdem eine Garantie von 2 Jahren.

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Warum Sie unserem Urteil vertrauen können

Seit mehr als 15 Jahren beschäftigen wir uns schon intensiv mit Computern und schrauben an ihnen herrum – z.T. als Hobby aber auch auf professionell beruflicher Ebene. Seit ca. 2012 die ersten erschwinglichen Consumer-SSDs auf den Markt kamen, beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema. Lesen aktuelle Reviews, News von Magazinen die sich ebenfalls intensiv mit dem Thema beschäftigen (wie z.B. CNET, Toms Hardware uvm.) und testen seit Ende 2015 auch selbst.

Bis heute haben unsere beiden Tester Robert und Max jeweils mehr als 20 SSD-Festplatten in den Händen gehabt und unzählige Stunden mit dem Testen und Recherchen zum Thema verbacht.

Was spricht überhaupt für eine SSD?

PCs und Laptops entwickeln sich bekanntermaßen immer weiter: Trotz gesunkenem Energieverbrauch konnte die Rechenleistung deutlich erhöht werden. Die konventionelle Festplatte konnte bei dieser Entwicklung nicht schritthalten: Hier konnte zwar auch die Speicherkapazität ansteigen, hinsichtlich der Schreib- und Lesegeschwindigkeiten, sowie der Zugriffszeiten wurden allerdings kaum Verbesserungen erreicht. Anders gesagt: Die HDD wird zu einer Bremse des gesamten Systems.

Wie die Daten aus unerem SSD-Test zeigen, sind die Geschwindigkeitsunterschiede erheblich. (Stark vereinfachte Darstellung)

Eine Solid State Drive (SSD) schafft unter Anderem an dieser Stelle Abhilfe: Während die Daten wesentlich schneller geschrieben und auch gelesen werden können, sinkt der Energieverbrauch erheblich. Dadurch sind bei mobilen Endgeräten verbesserte Laufzeiten bei geringerem Stomverbrauch um 10 Prozent möglich.

Außerdem verursachen sie bei der Nutzung keine Geräusche. Bei einem Laptop ebenfalls von Bedeutung ist die Stoßfestigkeit: Gegenüber einer konventionellen Festplatte können 25 mal stärkere Stöße ertragen werden, als dies bei einer HDD der Fall ist.

Zu guter Letzt fallen auch Wärmeentwicklung und Gewicht geringer aus. Für die Umrüstung spricht also Einiges: Insbesondere ältere Geräte lassen sich allein durch den Einbau einer SSD-Festplatte erheblich beschleunigen.

Die Kaufberatung: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wieviel Speicherplatz wird benötigt?

Für die meisten Nutzer werden 250-500GB vollkommen ausreichend sein – in diesen Größenordnungen sind SSDs auch schon verhältnismäßig günstig. Nutzt man sie nur als sekundäres Laufwerk für bestimmte Daten und Anwendungen, können auch 120GB ausreichend sein.

Sofern Sie sich unsicher darüber sind, wieviel Speicher sie benötigen, vergleichen Sie wieviel Speicher aktuell auf Ihrer Festplatte zur Verfügung steht und orientieren sich erst einmal daran.

Benötigen Sie mehr als 1TB (1024GB) sollten Sie eine konventionelle HDD in Betracht ziehen. Denn vor allem bei größeren Speicherkapazitäten um 1 TB zeigen sich in unserem Preisvergleich deutliche Preisunterschiede. Wer eine maximale Kapazität benötigt, wird zur herkömmlichen Festplatte greifen müssen.

Welches Budget steht für den Kauf zur Verfügung?

Günstige, kleine Modelle gibt es schon ab ca. 50€. Nach unseren Erfahrungen aus unserem Test, raten wir aber dazu nicht zum günstigsten Modell zu greifen, sondern bei einem so wichtigen Bauteil wie der Festplatte, lieber etwas mehr auszugeben und eine SSD mit min. 5 Jahren Herstellergarantie zu wählen.

Welche Zugriffs-, Lese- und Schreibgeschwindigkeit wird benötigt?

Ist die SSD als Hauptfestplatte gedacht, sollten Zugriffs-, Lese- und Schreibgeschwindigkeit beachtet werden – je schneller desto besser. Nur so profitiert man wirklich von den schnellen Programmstarts, den sehr kurzen Ladezeiten und den extrem schnellen Speichervorgängen. Jeder Hersteller macht Angaben über die Schnelligkeit seines Produkts in der Theorie – dies dient als erster Anhaltspunkt. Wie schnell die SSDs wirklich sind, erfahren Sie bei uns immer im jeweiligen Testbericht.

Möchten Sie die SSD hauptsächlich als schnellen und verlässlichen Datenspeicher verwenden, können Sie die Lese- und Schreibgeschwindigkeit vernachlässigen. Hier kann auch über den Kauf einer externen SSD-Festplatte (eine extra Kaufberatung finden Sie hier) nachgedacht werden.

Dient die SSD als Hauptfestplatte?

Dient sie als Hauptfestplatte für Ihr System, sollten Sie kein unnötiges Risiko eingehen und voll auf Qualität und Geschwindigkeit setzen. Wie schon weiter oben erwähnt, sollten Sie lieber etwas mehr ausgeben und ein hochwertiges Modell mit sehr guten Performance-Werten und mit mindestens 5 Jahren Herstellergarantie wählen – wie unseren Testsiegern.

Was Sie über SSDs wissen sollten

Welche Vorteile bieten sie?

Um zu begreifen, worin der besondere Vorteil einer Solid State Drive liegt, sollte das Funktionsprinzip verstanden werden:

Bei einer HDD werden die Daten auf einer Magnetscheibe gesichert, die wie eine DVD rotiert. Abgesehen davon, dass das Auslesen der Daten seine Zeit dauert und auch der Lesekopf an die richtige Position gefahren werden muss, handelt es sich letztlich um ein mechanisches Bauteil, welches einem normalen Verschleiß unterliegt. Zudem kostet es nicht wenig Energie, die Scheibe zum Rotieren zu bringen.

Die baulichen Unterschiede der zwei Festplatten-Arten in der Übersicht. Quelle: http://www.aomeitech.com

Demgegenüber kommt die SSD-Festplatte ohne bewegliche Teile aus. Das macht sie potenziell langlebiger, vor allem aber robuster gegenüber Stößen. Wie bei einem USB-Stick werden die Daten in sogenannten Flashzellen abgelegt, woher auch der Name Flash-Speicher rührt. Mithilfe eines elektronischen Impulses werden sie dort ein- wie auch wieder ausgelagert.

Hier zeigt sich auch: Energie wird tatsächlich nur während des Schreibens und Lesens verbraucht. Eine konventionelle Festplatte befindet sich selbst dann noch im Betrieb, wenn keine Daten ausgelesen werden.

  • Kein Motor = kein mechanischer Verschleiß

    Der Motor zum Antrieb der Speicherscheibe einer konventionellen HDD ist auch eine beliebte Schwachstelle: Natürlich können aufgrund normaler Abnutzung der Speicherbereiche ausfallen, und auch die Controller sind häufig nach einigen Jahren fehlerbehaftet. Dazu besteht aber immer das Risiko, dass Motor und Lagerung ohne Vorankündigung ausfallen. Hier hilft es auch nicht, die Selbstdiagnose SMART auszulesen – ein solcher Fehler wird nicht erkannt.

  • weniger Einergieverbrauch

    Stark vereinfachte Darstellung.

    Im Durchschnitt wird zwar weniger Energie konsumiert, auf jedes Modell muss das aber nicht zutreffen. Die Spanne reicht der Erfahrung aus unserem Test nach von 0,2 bis rund 3 Watt. Während Erstere richtige Stromsparer sind, bewegen sich andere auf dem Niveau konventioneller HDD Laufwerke.

    In einen Desktop-Rechner eingebaut, dürfte dieser Unterschied keine entscheidende Rolle spielen. Bei einem Laptop oder Netbook hängt die Akkulaufzeit hingegen stark am Verbrauch einzelner Laufwerke. Sollte dieser Aspekt also eine Rolle spielen, muss beim Kauf verstärkt auf den Energiekonsum geachtet werden.

  • bis zu 100-fache Geschwindigkeit

    Stark vereinfachte Darstellung.

    Die Zugriffszeiten betragen in etwa ein Hundertstel dessen, was bei einer konventionellen HDD veranschlagt werden muss.

    Die Auswirkungen auf das System zeigen sich an jeder Stelle: Der Systemstart nimmt in der Regel nur noch die halbe Zeit in Anspruch, Programme öffnen sich rasend schnell und auch Spiele profitieren von verkürzten Ladezeiten.

    Wie groß der Geschwindigkeitsvorteil konkret ist, hängt allerdings vom Gesamtsystem ab. Vor allem Rechner mit relativ schnellen Prozessoren profitieren von einer Umrüstung. Bei einem älteren Netbook mit langsamer CPU ist der Vorteil hingegen weniger offensichtlich. Hier bremst der Prozessor die Systemgeschwindigkeit aus, der Vorteil der schnelleren Zugriffszeiten bleibt allerdings dennoch.

  • Kompakt und leicht

    Ein weiterer Grund dafür, weshalb die Umrüstung bei mobilen Geräten besonders sinnvoll sein kann, ist die geringere Baugröße. Sie unterbieten übliche 2,5″-Festplatten zwar nicht in der Breite – dann wäre der Einbau auch schwierig – wohl aber in der Dicke und vor allem auch im Gewicht.

  • Lautlos

    Dadurch, dass in einer SSD-Festplatte keine beweglichen Teile benötigt werden, ist sie im Betrieb lautlos. Ein extremer Vorteil, der besonders bei allen Systemen zum Tragen kommt, bei denen die Geräuschentwicklung störend wäre – z.B. Laptops oder PCs.

  • Geringeres Ausfallrisiko

    SSDs sind gegen äußere Einflüsse wesentlich unempfindlicher als herkömmliche HDDs. Hitze, Schläge und Erschütterungen machen ihnen nichts aus und die Daten sind jederzeit sicher. Samsung z.B. ist so von der Langlebigkeit überzeugt, dass das Unternehmen mindestens 5 Jahre, bei der PRO-Variante sogar 10 Jahre, Garantie gibt.

  • hitzeresistent

    Vor allem mobile Begleiter sind auch häufig der Hitze ausgesetzt – beispielsweise, wenn der Laptop einmal im Auto transportiert wird. Bei Sonneneinstrahlung auf dem Parkplatz kann es bekanntermaßen richtig heiß im Fahrzeug werden. Zu heiß für einige HDD-Festplatten, die bei 55 Grad Celsius bereits Schäden davontragen können.

    Eine SSD-Festplatte hält in der Regel Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius aus. Dasselbe gilt übrigens für die Lagerung bei sehr niedrigen Temperaturen, die eine HDD durchaus unbrauchbar werden lassen kann.

Die Nachteile

  • Der Preis pro GB

    Der Preis pro GB ist seit der Markteinführung deutlich gesuken und hat sich jetzt in Etwa auf dem niedrigen Niveau von 2013 stabilisiert. Die verfügbaren Kapazitäten steigen weiter. Quelle: https://www.extremetech.com

    Der Preis pro GB Speicherplatz ist bei vergleichbarer Speicherkapazität noch deutlich höher. Auch die maximale Speicherkapazität fällt noch wesentlich geringer aus. Wer seine Musik-, Film- oder Bildersammlung mit einigen TB Volumen sichern möchte, sollte dafür noch nicht auf SSDs zurückgreifen.Der Vorteil der hohen Geschwindigkeit erscheint hier in Anbetracht des dann zu zahlenden Preises kaum als gerechtfertigt. Natürlich sind die Kosten für jeden GB Speicherplatz in den letzten Jahren gefallen, und ein Ende dieser Entwicklung ist bisher nicht zu erkennen. Allerdings darf hierbei nicht vergessen werden, dass auch die Kosten für konventionelle HDDs gesunken sind.

  • Nicht alle schreiben Daten schnell

    Selbst bei den Geschwindigkeiten sind die Vorteile nicht so offensichtlich, wie sie zunächst scheinen: Hinsichtlich der Zugriffszeiten und in der Regel auch beim reinen Lesen von Daten sind SSDs zwar immer deutlich im Vorteil, beim Schreiben bewegen sich einige günstige Modelle hingegen durchaus auf HDD-Niveau.

    Konkret bedeutet das: Wer häufig größere Daten überträgt, wird in ein hochwertiges Modell investieren müssen – oder vielleicht vom Wechsel am Ende enttäuscht sein.

  • Lebensdauer

    Das Thema Lebensdauer muss ebenso kritisch betrachtet werden. Wer nicht nur Daten ausliest und sein Gerät auch Erschütterungen aussetzt, wird mit der SSD-Festplatte vermutlich wirklich die bessere Wahl tätigen.

    Beim Beschreiben des Speichers sind allerdings durchaus Grenzen gesetzt: etwa 100.000 Zyklen übersteht eine hochwertiges Modell, günstige Modelle sogar nur 10.000. Ein Zyklus bezeichnet dabei ein einmaliges Beschreiben eines Speichers. Nur Profi-SSDs ertragen auch bis zu 5 Millionen Speichervorgänge, werden aber im Segment für Privatkäufer kaum zu finden sein.

    Wie auch bei HDDs, die normalerweise unbegrenzt oft beschrieben werden können, finden sich derart robuste Speicher vor allem für den Server-Einsatz. Problematisch ist daran auch, dass die Angaben über die Lebensdauer kaum bekanntgegeben werden. Hier sollte auf die Garantien der Hersteller geachtet werden!

    Für den User mit durchschnittlichem Nutzungsprofil wird das allerdings kein Thema sein: Selbst wer jeden Tag mit großvolumigen neuen Daten arbeitet, wird so einige Jahre auskommen.

Was wir aus unserem Test gelernt haben

Aktuelle Windows-Versionen sind bei SSDs im Vorteil

Sinnvoll ist die zudem die Nutzung eines aktuellen Betriebssystems, welches den TRIM-Befehl beherrscht. Bei Microsoft Betriebssystemen ist das seit Windows 7 der Fall, ein aktuelles Mac OS X oder eine Linux-Distribution beherrscht die Technik ebenso.

Durch den TRIM-Befehl kann der prinzipielle Geschwindigkeitsverlust beim Schreiben zum Teil ausgeglichen werden. Denn eine SSD kann auf der einen Seite vier Kilobyte (KB) große Blöcke beschreiben, aber nur 512 KB große Blöcke löschen – um danach die Daten in die Flashzellen zu schreiben. Selbst wenn der gelöschte Block nicht komplett vollgeschrieben wird, muss auch eben diese Information dort abgelegt werden.

Ein nicht geringer Anteil des Geschwindigkeitsvorteils wird auf diese Weise wieder zunichte gemacht. Denn je länger eine SSD-Festplatte in Betrieb ist, desto mehr fragmentierte Blöcke ergeben sich durch diese Asymmetrie von Löschen und Beschreiben.

Der TRIM-Befehl erlaubt es dem Betriebssystem hingegen, werden nicht mehr genutzte 4 KB-Blöcke sofort gesäubert. Ein späteres Löschen kann entfallen, was viel Zeit spart. Schon aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, ein aktuelles Betriebssystem zu nutzen. Aufgrund der Unterstützung des TRIM-Befehls besteht dazu beim Einsatz einer SSD-Festplatte die unbedingte Empfehlung.

Lesen Sie weiterführend auch unseren Ratgeber: SSD Kaufen, einbauen & einrichten: Darauf sollten Sie achten

Unterschiede zwischen TLC und MLC-Speicher

Weiteren Einfluss auf die Performance hat der verwendete Speichertyp. In der Regel kommt der sogenannte NAND-Speicher zum Einsatz, der sich wiederum in zwei Ausführen aufteilen lässt: SLC (Single Level Cell) und MLC (Multi Level Cell). Bei SLC-Speicher wird pro Flashzeile ein Bit abgelegt, bei MLC sind es bis zu vier Bit.

Was zunächst positiv klingt, hat aber seinen Preis: Die größere Belastung beim MLC-Speicher führt zu geringerer Geschwindigkeit und Haltbarkeit. Außerdem nimmt MLC-Speicher mehr Platz in Anspruch.

Der Nachteil von MLC-Speicher ist vor allem bei älteren SSDs groß: Hier ist es sogar möglich, dass die Schreibrate beim Speichern großer Dateien geringer ausfällt, als dies bei einer konventionellen HDD der Fall ist. Für heutige MLC-SSDs gilt das jedoch nicht mehr, die Geschwindigkeit hat auch hier stark zugelegt.

Beim Kauf sollte sich der Speichertyp allerdings leicht in Erfahrung bringen lassen. Hieraus lassen sich bereits Rückschlüsse auf Performance und Lebensdauer ziehen. Über welchen Speicher-Typ ein Gerät verfügt, erfahren Sie immer im Test bzw. dem Testbericht des jeweiligen Geräts.

Großer Cache beschleunigt

Wie schnell eine SSD-Festplatte in der Praxis ist, hängt allerdings nicht nur vom Speichertypen ab, auch der Controller, in den meisten Fällen S-ATA, beeinflusst die Geschwindigkeit. Je mehr Kanäle zur Datenübertragung genutzt werden können, desto schneller fließen die Daten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein möglichst großer Zwischenspeicher.

Ohne diesen sogenannten Cache kann die Datenrate vor allem beim Schreiben großer Dateien stark einbrechen und den Geschwindigkeitsvorteil somit minieren – was eigentlich gar nicht sein müsste. Konkrete Angaben sind hier schwierig, ein Cache im KB-Bereich ist zu klein, die Speicherkapazität des Zwischenspeichers sollte einige MB betragen.

Wie bereits erwähnt, limitiert nicht unbedingt die Lebensdauer des Speichers die Nutzungsdauer der gesamten SSD. Bei einigen Modellen auf dem Markt hat sich der Controller als eigentliches Problem erwiesen, weshalb hier nach Möglichkeit auf zuverlässige und bewährte Anbieter zurückgegriffen werden sollte.

Als solide haben sich Controller von Indilinx und Sandforce gezeigt, die neben der Zuverlässigkeit auch durch gute Performance überzeugen. Auch Controller von Samsung, Intel und Marvel sind eine Empfehlung wert.

IOPS: Je mehr, desto besser

Eine weitere wichtige Angabe ist der sogenannte IOPS-Wert. Dabei steht IOPS für „Input/Output Operations Per Second“. Diese Angabe ist durchaus aussagekräftiger als die rein theoretische Angaben zur Leistungsfähigkeit. Der IOPS-Wert gibt ganz praktisch an, wie viele Ein- und Ausgabebefehle pro Sekunde verarbeitet werden können. Je höher dieser Wert ist, desto schneller arbeitet der Massenspeicher.

S-ATA: um so moderner um so besser

Bereits erwähnt wurde die S-ATA-Schnittstelle als Verbindung zu Desktop-PC und Notebook. S-ATA ist in verschiedenen Generationen verfügbar. Um die volle Leistung auszuschöpfen, wird S-ATA 6 benötigt; die Datenübertragungsrate beträgt dann bis zu 600 MB/s. Bei S-ATA 3 werden mit 300 MB/s nur halb so große Datenraten erreicht.

Dieser Umstand ist beim Kauf insofern zu berücksichtigen, als dass es beim S-ATA 3-Standard zum Ausbremsen der Übertragung kommen kann. Beherrscht der Rechner also kein S-ATA 6, sind zumindest die Mehrausgaben für eine besonders schnelle SSD-Festplatte eine kaum sinnvoll angelegte Investition.

Hersteller Tools für Firmwareupdates und Optimierungen einsetzen

Viele Hersteller bieten für ihre Produkte Tools an, die sie selbst für den speziellen Bedarf und zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten entwickelt haben. Besonders bekannt für solche Tools sind zum Beispiel Hersteller wie Intel, OCZ, Plextor sowie Samsung.

Der Samsung Magician überprüft den Zustand sowie die Geschwindigkeit und verfügt ausserdem über eine „Secure Erase“ Funktion.

Einer der Hauptvorteile aller Herstellertools ist die so genannte „Secure Erase“ Funktion, mit der man alte Datenbestände vollständig und sicher aus den Speichern löschen kann. Auch ausgefallenere Funktionen können sehr nützlich sein. So analysiert die Intel Toolbox sogar SSDs, die nicht aus dem Hause Intel sind und zeigt deren „Gesundheitszustand“ an. Samsung bietet mit seinem Tool Einstellungen zur Leistungsverbesserung durch Möglichkeiten zur Einrichtung einer so genannten „Overprovisioning Partition“.

Herstellertools erleichtern deshalb die meisten Firmware Updates deutlich, indem oft sogar das Neustarten des Rechners zur Aktualisierung der Einstellungen überflüssig ist.

Lesen Sie weiterführend auch unseren Ratgeber: SSD Kaufen, einbauen & einrichten: Darauf sollten Sie achten

FAQ: Häufige Fragen

Was Bezeichnet die Abkürzung SSD?

Hinter der Abkürzung versteckt sich der englische Begriff Solid-State-Drive bzw. Solid-State-Disc, während sich die Abkürzung HDD auf traditionelle magnetische Festplatten (Hard Disc Drive) bezieht. Die HDDs, die noch vor einigen Jahren weltweit sehr verbreitet und fast in jedem Rechner zu finden waren, weisen im Gegenteil zu modernen SSDs eine primitivere Bauart auf und bestehen hauptsächlich aus einzelnen bewegten Teile, wie z. B. Lesekopf und Platter. Dadurch sind die HDDs im Betrieb viel anfälliger für Defekte.

Was bedeutet SATA

SATA steht für „Serial Advanced Technology Attachment“ und ist die aktuell am meisten verbreitetet Datenübertragungs-Technik für SSDs und herkömmliche Festplatten. Die erste Version von SATA wurde 2001 vorgestellt. Der aktuelle Standard und so gut wie in jedem modernen PC zu finden, ist SATA-6 mit einer maximalen Übertragungsrate von bis zu 600 MB/s. Auch SATA-3 ist noch relativ weit verbreitet mit einer maximalen Übertragungsrate von bis zu 300 MB/s.

Wie lang ist die durchschnittliche Lebensdauer einer SSD?

Da sie auf einer anderen Technologie basieren als traditionelle Festplatten-Laufwerke, haben diese eine festgesetzte Lebensdauer, die vor allem davon abhängt, wie oft neue Daten darauf gespeichert und alte Daten überschrieben werden. Die gute Nachricht ist aber das die Lebensdauer bei normaler Nutzung mindestens 1000 TB (Terabyte) beträgt. Bei normaler Nutzung werden Privatuser viele Jahre brauchen, um diese Datenmengen zu erreichen. Viele namhafte Hersteller bieten zudem Software-Tools (z.B.: SSDLife) an, um den Abnutzungsgrad auszulesen.

Ist eine moderne SSD mit meinem Mac kompatibel?

Ein SSD-Laufwerk im 2,5-Zoll-Formfaktor kann leider nicht mehr in alle Mac-Modelle eingebaut werden. Dies stellt aber keinen beachtlichen Nachteil dar, da die meisten Mac-Modelle schon ab Werk mit einem modernen SSD-Laufwerk oder einem Fusion Drive ausgestattet sind. Bei diesen Modellen ist die SSD per PCI-Express mit dem Mac verbunden und es wird außerdem auch ein proprietärer Anschlussstecker eingesetzt, der den Einbau weiterer Festplatten nicht möglich macht.

Wie wird ein SSD-Laufwerk partitioniert?

Der Partitionierungs-Vorgang unterscheiden sich in der Regel nicht von dem einer herkömmlichen Festplatte. Die Tools, die für die Partitionierung benötigt werden, kommen in der Regel schon mit dem jeweiligen Betriebssystem vorinstalliert und werden Sie einfach und bequem durch die Einrichtung einer oder mehrere Partitionen führen.

Was sind Dateisysteme?

Ein Speichermedium bzw. eine Festplatte braucht eine Art Struktur, die dazu dient, die Daten zu organisieren. Unterschiedliche Betriebssysteme haben in der Regel unterschiedliche Dateisysteme. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Programme, die dazu genutzt werden können, das Datensystem in ein anderes zu konvertieren.

Bei diesem Prozess werden jedoch alle Daten unwiderruflich gelöscht. Aus diesem Grund sollte ein SSD-laufwerk gleich nach dem Kauf in das gewünschte Dateisystem konvertiert werden, da es später zu ungewünschten Komplikationen kommen könnte. In dem folgenden Absatz geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über die gängigsten Dateisysteme geben.

  • FAT32/exFAT

    Dieses Dateisystem wird häufig bei MP3-Playern, USB-Speichersticks und ähnlichen mobilen Speichersystemen verwendet. SSD-Festplatten mit diesem Dateisystem können sowohl mit Windows- als auch mit Mac-Systemen genutzt werden. Der große Nachteil dieses Dateisystems ist, dass Dateien, die größer als 4 GB sind, nicht gespeichert und verschoben werden können. Aus diesem Grund ist dieses System für große multimediale Daten nicht geeignet.

  • NTFS

    Bei diesem System handelt es sich um das Dateisystem, das bei aktuellen Windows-Systemen eingesetzt wird. Daten die auf einer NTFS-Festplatte gespeichert sind können zwar von einem Mac-System gelesen werden, jedoch können keine neuen Daten darauf gespeichert werden.

  • HFS+/HFSX

    Dies ist das Dateisystem, das bei Apple-Produkten zum Einsatz kommt. HFS kann mit Hilfe spezieller Software auf Windows-Systemen gelesen werden, es können aber keine neuen Daten darauf gespeichert werden.

So haben wir die Testgeräte ausgewählt

Unsere Vorauswahl began mit der Recherche der meistverkauften und am häufigsten mit 4 Sternen oder mehr bewerteten SSDs bei großen Elektronik Online-Shops wie Amazon.de, Otto.de, Cyberport.de, Notebooksbilliger.de, Saturn.de und vielen mehr. Dazu kommen die vielversprechensten Neuerscheinungen aus den letzten Monaten. Aus dieser Liste wählen wir wiederrum die besten SSD-Festplatten aus und schließen damit unsere Vorauswahl ab.

So haben wir die SSD-Festplatten getestet

Um unseren Test für Sie besser nachvollziehbar zu machen, möchten wir kurz auf die Testkriterien und unser Testsystem eingehen.

Unser Testsystem

  • Windows 10
  • Festplatte an SATA III als primäres Laufwerk
  • Intel Core i7-6700K 4GHz
  • ASUS Z170 Pro
  • 32 GB RAM Crucial DDR-3 PC1600

Verarbeitung, Qualitätseindruck & Lieferumfang

Als erstes haben wir uns natürlich die Präsentation und die Verarbeitung des jeweiligen Testkandidaten im genau angeschaut. Wir haben besonderes Augenmerk auf eine solide, fehlerfreie und saubere Verarbeitung gelegt und haben diese nach einheitlichen Eckpunkten bewertet. Auch den Lieferumfang haben wir und genau angeschaut und auch hier die Qualität und Verarbeitung des Zubehörs (sofern vorhanden) bewertet.

Features

Hier haben wir uns ganz genau angeschaut, welche Features, Funktionen, Spezifikationen und Alleinstellungsmerkmalen die Hersteller anpreisen. Wir haben uns angeschaut was diese in der Theorie und dann in der Praxis bringen sollen, welche Performance-Daten vom Hersteller angegeben werden und diese abschließend einheitlich bewertet.

In der Praxis

Zuerst haben wir jeweils eine frische Windows 7 Installation auf die zu testende SSD-Festplatte geclont. Danach haben wir in unserem Praxistest nicht nur bewertet, wie einfach sich die SSD einbauen und in Betrieb nehmen lässt, sondern haben nach dem Einbauen, mithilfe des Programms AS-SSD auch die durchschnittlichen Performance-Daten ermittelt. Die ermittelten Daten haben wir dann mit den vom Hersteller angegebenen, theoretischen Performance-Daten verglichen und entsprechend bewertet.

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